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Camera Obscura – Eigene Lochkamera bauen

  • Die Camera Obscura ist eines der ältesten Werkzeuge der Bildentstehung und macht sichtbar, wie Licht ein Motiv formt – ganz ohne moderne Technik. In diesem Workshop bauen die Kinder ihre eigene Lochkamera und erleben unmittelbar, wie aus einer kleinen Öffnung, Dunkelraum und Licht ein Bild entsteht. Der praktische Zugang vermittelt ein grundlegendes optisches Prinzip, das bis heute jeder Kamera zugrunde liegt.

    Zielsetzung des Workshops

    Der Workshop vermittelt zentrale Grundlagen der Optik und zeigt, wie Licht gebündelt wird und warum ein Bild in der Camera Obscura auf dem Kopf erscheint. Die Kinder setzen sich mit Kontrasten, Formen und Lichtquellen auseinander und entwickeln ein Bewusstsein dafür, wie Beobachtung und Gestaltung zusammenwirken. Auf einfache Weise wird erfahrbar, wie Motive entstehen und wie sich fotografische Entscheidungen auswirken.

    Arbeitsweise und Ablauf*

    Tag 1 
    Die Kinder bauen ihre Camera Obscura aus einfachen Materialien. Sie lernen, wie Lochgröße, Abstand und Lichtverhältnisse die Bildentstehung beeinflussen und bereiten ihre Kameras für die fotografische Anwendung vor.
    Tag 2
    Mit den selbstgebauten Kameras erkundet die Gruppe den Leitz-Park und setzt erste Bildideen um. Die belichteten Papiere werden anschließend im Fotostudio entwickelt und gemeinsam betrachtet. Durch diese vollständige Abfolge von Konstruktion, Aufnahme und Entwicklung erleben die Kinder den fotografischen Prozess in seiner ursprünglichen Form.

    *Bitte beachten Sie: Dieser Workshop kann ein- oder zweitägig durchgeführt werden. 

    Historischer Kontext

    Die Camera Obscura gilt als bedeutender Vorläufer der modernen Fotografie. Bereits Aristoteles beschrieb im 4. Jahrhundert v. Chr. die Entstehung eines umgekehrten Bildes durch ein kleines Loch. Über viele Jahrhunderte wurde das Prinzip weiter erforscht und diente zunächst astronomischen Beobachtungen, bevor es zu einem grundlegenden Bestandteil fotografischer Bildentstehung wurde. Der Workshop macht diese Entwicklung für Kinder anschaulich nachvollziehbar.

    Rahmenbedingungen

    Zielgruppe: Klassenstufe 5 bis 8; 10 bis 15 Jahre 
    Dauer: zweitägig, jeweils ca. 3 Stunden oder eintägig 4,5 Stunden 
    Preis: 640 Euro 
    Teilnehmerzahl: Bis 30 Personen
    Zeitraum: September bis Mai (je nach Wetterlage)
    Smartphone-Nutzung: nicht erforderlich
    Betreuung: Begleitung durch eine Pädagogin, Betreuungsunterstützung durch Lehrkräfte
    Einbindung in den Unterricht: Kunstgeschichtliche Einordnung der Technik oder chemische und physikalische Hintergründe der Reaktion 

    Bitte beachten Sie: Im Workshop wird mit fotografischen Chemikalien gearbeitet. Teile des Workshops finden in Dunkelheit statt, um die Bildentwicklung zu ermöglichen.