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The First Leica Look: Der originale Barnack-Film und die Anfänge der Leica Fotografie

02.06.26 - 02.06.26 18:30 - 21:30
Ernst Leitz Museum
  • Wie sah die Welt durch die erste Leica wirklich aus?


    Als Oskar Barnack Anfang des 20. Jahrhunderts die erste Leica entwickelte, legte er den Grundstein für die moderne Kleinbildfotografie. Seine Idee, mit einer kleinen Kamera spontane, alltägliche Momente festzuhalten, veränderte die Fotografie nachhaltig.


    Doch wie diese frühen Bilder tatsächlich entstanden – und wie sie wirklich wirkten – ist heute kaum noch erfahrbar. Bis jetzt.


    Am 2. Juni eröffnet das Ernst Leitz Museum der Leica Welt einen außergewöhnlich direkten Zugang zu diesem Ursprung: Mark Osterman und France Scully Osterman haben den originalen Film der ersten Leica nicht nur rekonstruiert, sondern in aufwendiger Handarbeit vollständig neu hergestellt.


    Die beiden zählen zu den weltweit führenden Experten für historische fotografische Prozesse. Über viele Jahre prägten sie die Arbeit am George Eastman Museum in Rochester und sind dafür bekannt, historische Verfahren nicht nur zu erforschen, sondern praktisch wieder zum Leben zu erwecken.


    In ihrem eigenen Labor mischen sie fotografische Emulsionen, beschichten Filmmaterial, schneiden und perforieren es – Schritt für Schritt nach historischen Verfahren der 1920er Jahre. Grundlage ihrer Arbeit ist unter anderem ein originaler Filmstreifen von Oskar Barnack, der ihnen als Referenz dient.


    In der Präsentation zeigen sie nicht nur diesen Prozess, sondern vor allem die Ergebnisse: Aufnahmen, die mit dem rekonstruierten Film in historischen Kameras entstanden sind. Diese werden originalen, teilweise selten gezeigten Negativen von Oskar Barnack gegenübergestellt.


    So entsteht ein unmittelbarer Vergleich – und ein neuer Blick auf die Anfänge der Leica Fotografie.


    Ergänzt wird dies durch Einblicke in die historische Verarbeitung: entwickelt mit seltenem Leitz-Equipment und belichtet mit frühen Vergrößerern – ein Workflow, der Fotografie als handwerklichen Prozess erfahrbar macht.


    Die Präsentation beginnt um 18.30 Uhr und wird durch ein anschließendes Q&A ergänzt. Der Vortrag findet in englischer Sprache statt und kostet 10 Euro.


    Eine seltene Gelegenheit, Fotografie nicht nur zu betrachten – sondern ihren Ursprung neu zu sehen.

  • Öffnungszeiten

    Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

    Preise

    Erwachsene11,- Euro
    Kinder bis 8 JahreFreier Eintritt
    Ermäßigt*8,- Euro
    Familien24,- Euro
    Jahreskarte29,- Euro

    Schüler während der LOBA-Ausstellung 

    3,- Euro